Was tust du nur für dich?

Ja, was tust du nur für dich. Nicht für einen anderen, sondern nur für dich? Hey, damit meine ich nicht das tägliche Zähneputzen oder die Haushaltsroutinen, sondern eher etwas, was dich so ganzkörperlich stärkt: ein Spaziergang; eine Tasse Tee mit Muße getrunken; Löcher in die Luft gucken; einen Gang zurückschalten, langsamer, achtsamer ….. also neudeutsch: Quality time oder Me time. Planst du dafür täglich Zeit ein?

Planung ist alles und schafft Freiraum für dich und für Spontanität

Wer mich näher kennt, weiß: ich bin ein Fan von Planung. Eine To Do Listen Schreiberin. Das gibt mir Überblick über meine Zeit und meine Aufgaben. So sehe ich meine Freiräume oder eben nicht, weil ich (mal wieder) zu dicht geplant habe. Und plane neu. Meine Planung ist immer flexibel und lässt Raum für Ungeplantes – für Spontanität. Meine Planung plant eben auch mich und meine persönliche Zeit mit ein. Und in dieser Zeit tue ich etwas für mich. Und damit starte ich schon am Morgen.

Meine persönliche Morgenroutine dauert 45 Minuten. Fünfundvierzig Minuten, in denen ich mich nur um mich kümmere. Im Verhältnis zu der Zeit, die wir mit Themen anderer verbringen, eigentlich ganz schön wenig. Oder was meinst du?

Meine kleinen Auszeiten im Tagesverlauf (Löcher in die Luft gucken und so) und meine Morgen- und Abendroutinen „kosten“ mich täglich 180 Minuten, das sind 3 Stunden. Was? Höre ich dich gerade denken, das sei ganz schön viel? Echt jetzt?

Du hast keine Zeit für dich? Na, dann nimm sie dir!

Du bist Herr/in deiner Zeit! Ja genau. Du bestimmst darüber, womit du täglich deine Zeit verbringst. Runzelst du gerade empört die Stirn? Bevor du hier jetzt aufhörst zu lesen, denk bitte mal einen kurzen Moment drüber nach. Natürlich hat unser Leben Rahmenbedingen, die es zu erfüllen gilt. Einen Job ausüben, um Geld zu verdienen. Den Haushalt in Ordnung halten. Aber mal ehrlich, da ist noch genug Zeit für dich. Was tust du nur für dich?

Schau mal, wo deine Zeit hingeht

Gehe achtsam mit deiner Zeit, sie ist das Wertvollste, was du hast.

Wie viel Zeit verbringst du in/ mit den sozialen Medien? Wie oft „verdaddelst“ du dich im Internet, obwohl du eigentlich nur kurz was nachschauen wolltest?

Fühlst du dich danach besser? Genährt? Erfüllt? Glücklich? Zufrieden? Falls du alle Fragen mit Ja beantwortest, dann gratuliere ich dir, mach weiter so. Falls nicht, dann ändere etwas. Nimm dir Zeit für dich, denn kein anderer wird sie dir geben.

Und so kannst du starten:

  • Überlege dir, was dir guttut oder Freude bereitet.
    • Aufschreiben!
    • Notfallliste erstelle. Falls du mal echt „durch“ bist und dringend deine eigene Unterstützung in Form von „ich tu mir gut“ brauchst.
  • Schaffe einen Zeit-Raum in deinem Kalender dafür. Plane diese Zeit fest und verbindlich mit ein.
    • Das sind Dates mit dir selbst, und die sind genauso wichtig, wie alle anderen Termine.
    • Gib diese Zeit nur bei gravierenden, einschneidenden, lebensbedrohenden Umständen frei und wirklich nur dann!
  • Leg los. Genieße dich und das was dir guttut.
    • Falls (d)ein schlechtes Gewissen sich meldet, kannst du ihm Folgendes sagen:
      • Es ist okay, dass du du gut für dich sorgst.
      • Es ist quasi lebenswichtig, damit du für andere da sein kannst.
      • Was sind schon 3 Stunden? Du hast jeden Tag 24 neue davon zur freien Verfügung.
      • Du bist Herr deiner Zeit.

Erweist sich etwas als nicht ideal – egal ob Vorhaben oder Zeit, bessere nach.

Nee, nicht sofort aufgeben, weil irgendwas nicht passt. Mach’s passend. Für dich. Bleib offen für deine Bedürfnisse.

Und? Was tust du nur für dich? Schreib mir gerne in die Kommentare.

Herzensgrüße von Gabi

Lies gerne hier weiter: Schluss mit Zeit vertrödeln
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